Schlagwort-Archive: biographische Notizen

Johann Jacob Rambach – Biographische Notizen

Rambach, Dr. Johann Jakob, geboren den 24. Februar 1695 zu Halle, wo sein Vater ein Schreiner war; studirte zu Halle und Jena, wo er im Hause des Doctors der Theologie Buddeus gut aufgenommen war. Im Jahr 1726 wurde er ordentlicher Professor der Theologie zu Halle; im Jahr 1731 kam er als Professor Primarius Theologiae und Superintendent nach Giessen, und starb am 19. April 1735. Rambach war einer der vornehmsten Ascetischen Schriftsteller seiner Zeit.

Adam Reissner – Biographische Notizen

Reißner, Adam, geb. 1471, ein Schüler des berühmten Dr. Johann Reuchlin, von dem er besonders die hebräische und griechische Sprache erlernte. Er war Geheimschreiber des berühmten Georg v. Freundsberg, früher Erzieher der Söhne desselben, die sich unter den Kaiserl. Hauptleuten des Fußvolks auszeichneten. Er begleitete 1527 das Kaiserl. Heer unter Karls v. Bouthon und des alten Freundsberg Führung auf dem welthistorischen Zuge nach Rom. Er focht, wie alle Kriegesbeamte, auch im Gliede der Landesknechte, und hinterließ über die Ereignisse der Jahre 1526-30, namentlich über die Einnahme von Rom, wichtige Memoiren, welche er unter dem Titel herausgab: „Historie der Herren Grafen Georg u. Kaspar v. Freundsberg.“ und die im letzten Viertel des 16. Jahhunderts erschienen. Auf seinen Taufnamen machte er sich folgendes Symbolum:

Was lebt, das stirbt, durch Adams Noth;
Was stirbt, das lebt, durch Christi Tod.

Er starb zu Frankfurt a,. M. im hohen Alter

Johann Rist – Biographische Notizen

Rist, Johann, geboren am 8. März 1607 zu Ottensen, ohnweit Hamburg, wo sein Vater Prediger war. Er studirte zu Rinteln, Rostock, Leipzig, Utrecht, Leyden, und beschäftigte sich neben der Theologie mit der Mathematik und Medizin. In der Folge wurde er comes palatinus, Prediger zu Wedel an der Elbe, und Herzogl. Mecklenburgischer Kirchenrath. Stiftete 1660 den Schwanenorden, war Mitglied der fruchtbringenden Gesellschaft, unter dem Namen des rüstigen, und starb den 31. August 1667.