Pfeil, Christian Karl Ludwig von – Wir kommen von dem roten Meer

1.) Wir kommen von dem roten Meer,
Dem Abendmahl des Lammes her,
In Kleidern, rein und hell und weiß
Und singen Christo Lob und Preis.

2.) Mit seinem Blut bezeichnen wir
Vor dem Würgengel unsre Tür,
Das hat uns von der Dienstbarkeit
Der Sündensklaverei befreit.

3.) Das Fleisch des wahren Osterlamms
Am Holz des harten Kreuzesstamms
Geopfert für die Sünde ist
Der Leib des Herren Jesu Christ.

4.) O, würd’ges Opfer, dessen Wert
Der Hölle Reich und Schloss zerstört,
Das die gefang’ne Schar befreit
Und ew’ge Seligkeit verleiht!

5.) Als Sieger stieg aus seinem Grab
Er in die Hölle selbst hinab
Und band den Satan, schloß darauf
Das Paradies uns wieder auf.

6.) O, Ursprung aller Seligkeit,
Wir bitten dich zu dieser Zeit
Durch deine Todesangst und Not,
Bewahr uns vor dem ew’gen Tod.

7.) Gelobet seist du, Jesu Christ,
Der du vom Tod erstanden bist!
Ja, Gott der Vater, Sohn und Geist
Sei ewiglich von uns gepreist.

Pfeil, Christian Karl Ludwig von – Zum Vater ging der Heil’ge Christ

1.) Zum Vater ging der Heil’ge Christ,
Zum Haupt, das in dem Himmel ist,
Gehören auch die Glieder.
Drum sandt‘ er, dass von seinem Leib
Kein einzig‘ Glied zurücke bleib,
Den Heil’gen Geist hernieder:
Amen, Amen,
Glück zum Werke,
Seiner Stärke
Zum Bemühen,
Alles Jesu nachzuziehen.

2.) Der Geist, der in dem Heil’gen thront,
Ist kein unreines Haus gewohnt,
Wie steht’s in deinem Herzen?
Sprich nicht zu ihm: Kehr bei mir ein,
Wenn du nicht auch willst heilig sein,
Er lässt nicht mit sich scherzen.
Klarheit, Wahrheit,
Reine Triebe,
Lust und Liebe,
Lautres Wesen
Hat er sich zum Sitz erlesen.

3.) Der Tröster spricht dem Herzen zu:
‚Komm, such in Jesu Wunden Ruh‘,
Sein Blut wascht deine Flecken
Und macht, was du gesündigt, gut,
Iss seinen Leib und trink sein Blut
Und lass die Kost dir schmecken.
Alle, alle
Deine Sünden,
Die zu finden,
Sind vergeben,
Ich bin Zeuge: Du sollst leben!‘

Joachim Neander – Nach dem Gebrauch des H. Abendmahls.

Auff, auff! mein Geist, erhebe dich zum Himmmel,
Weich von dem Unbeständigen getümmmel,
Dadurch die Welt ihr blindes Volk betriegt;
Ich habe nun vom Himmels Manna gessen,
Bin an des guten Hirten Tisch gesessen,
Der alte Feind zu meinen Füssen liegt.

Was frag‘ ich nun nach Ehre, Lust und Schätzen?
Ein Lebens-strom der kan mich gnug ergätzen,
Der Durst ist hin, wie bin ich so erquickt!
Nun wird die Seel‘ in Wollust fetter werden,
Den Vorschmack hab ich schon auff dieser Erden,
Doch mache mich, o JEsu, mehr geschickt!

Gebeut als HErr dem theur erkaufften Kinde;
Gib, dass ich Krafft in dir als König finde;
Sey mein Prophet, so werd ich GOtt gelehrt;
Bist du mein Haupt, dann hab ich dich zum Führer;
Bist du mein Mann, so bist du mein Regierer;
Als Hoherpriester ist dein Opffer wehrt.

Was will ich mehr als diesen Himmels-Fürsten?
Ich werd hinfort in Ewigkeit nicht dürsten,
Weil mich der tränckt, der selbst das Leben ist.
Kein Hunger wird forthin die Seele pressen,
Dann mir ein Theil vom Manna zugemessen,
Das du allein, o süsser JEsu, bist.

Ich lebe nun, und wil mich GOtt ergeben,
Doch nicht ich, sondern CHristus ist mein Leben.
So lebe dann in mir, O GOttes Sohn;
Ich bin gewiss, dass droben und auff Erden
Barmhertzigkeit und Güte folgen werden,
Als ein durchs Blut des Lams erworb’ner Lohn.

Des Seligen Herren
Joachim Neanders
Berühmten Reformirten Predigers zu Bremen,
Geistreiche
Glaub- Liebes
und
Bundes-Lieder.

Gedruckt in Amsterdam, zu finden
Bey Samuel Schoonwald,
Buch-händler in der Kalberstrasse. 1725

Weisse, Michael – Von dem Testament des Herr, Das ist, von seinem leichnam und bluot Testaments weiß.

CHristus der Herr vergoß sein blut
allen ausserwelten zu gut,
Er gab sich für seyn volck inn todt,
das er ihm hulff auß aller not.

Nu ist er dort vor Gottes trohn
mitt seim opffer, für vnns gethan,
Da frommet er vnns gar vil mehr,
denn so er leiblich bey vns wer.

Dort erwirbt er vns gutte gab,
schickt einen andern tröster hrab,
Der leeret vns nach seinem sin
vnd zeucht vnns von der welt zu ihm.

Auff erden ist er durch den geist,
den er ein andern tröster heist,
Hat wonung in seiner gemein
vnd macht sie durch den glauben rein.

Diser zu dienst vor seinem end
verordnet er sein Testament,
Nahm brot vnnd wein, wie vil er wolt,
vnnd zeiget an, was es sein solt.

Sprach, Nempt vnd ept, das ist mein leib,
da durch ich euch mein gut verschreib!
Auch, Nempt vnd trinckt, das ist mein blut,
vnd dencket mein, so offt ihr thut!

So ist nu die leibliche speiß
sein leib vnd blut testaments weiß,
Vnd die boten von got gesandt
haben sie vnter ihrer handt.

Welch auch nach der schrifft vnterricht
mercken, wem sie dien oder nicht,
Auff das sie nicht, wie Paulus spricht,
imanden dienen zum gericht.

Wer Christo von hertzen anhangt
vnnd die speiß ordentlich erlangt,
Der ist versichert, das ihm Gott
all sein sünd vergeben hatt.

Sey auch verfügt seiner gemein
vnnd inn Christo heilig vnnd rein,
Seind auch alle werck, die er thut,
Got angenehm, löblich vnd gut.

Verkest er denn die herlikeit,
thut wider Christlich einikeit,
So wirt ihm dise speiß versagt,
als einem, so der welt nachiagt.

So er denn seine sach verricht
vnd sich bessert nach seiner pflicht,
Wirt ihm getzeugt mitt dieser speiß
gnad vnd heil nach voriger weiß.

Wer diss veracht, der lestert Got,
der es also verordnet hat;
Wee aber einem, der es thut,
denn er verdient der hellen glut.

O Jhesu Christ, wir bietenn dich:
heilige deinn volck innerlich,
Machs durch den geist der warheit frey,
Das diser speise wirdig sey!

Quelle in der Glaubensstimme

unbekannt – Der Hymnus vom Nachtmal

WIr dancksagen dir, Herr Got der eeren,
der du uns alle thust erneren,
Du gibst uns vom himmel die speyse,
darinn wir dich, Herr, ewig preyse,
Durch Christi sterben
hayl erwerben,
das wir nit ewigklich verderben.

Da war das waytzen kornlin gemalen,
das unser sünde thet bezalen,
Da war dz ware brot gebrochen,
dauon die Propheten hond gesprochen,
Das brot zum leben
ward uns gegeben,
da Christus an dem Creütz thet schweben.

Aller menigklich mit zutaylen
so under des creütz thund eylen,
Nach seinem willen hie auff erden
jm gleych förmig möchten werden,
Mit unserm leiden
in dem Herren
des vatters reych thun erwerben.

Also jr die speyß vernemmen,
den gayst Christi darbey erkennen,
Die menschait Christi müst hie sterben,
solt er uns hail vom vatter erwerben,
Das er beweyset
damit er speyset,
darumb er ewig wirt gepreyset.

Das brot gab er in der Figure,
die menschen leben in nature,
Darbey sol man sy underweysen,
da sey im gayst die ware speyse,
Den todt des Herren
soll man erkleren,
den leyb Christi underschidlich leeren.

Darumb hat er das brot gebrochen
und hat nämlich darbey gesprochen:
So offt jr hie das werdet essen,
solt jr meins sterbens nit vergessen,
Ir sollt gedencken,
was ich euch schencke,
darumb man mich anß creütz thet hencken.

Also yßt man den leyb des Herren,
wenn wir vom hailgen gayst thund lernen
Gott warhafftigklich erkennen,
Götliche lieb soll in uns brennen,
Die macht uns zu reben,
der gayst gibts leben:
also wirt uns der leib Christi gegeben.

Quelle: Quelle in der Glaubensstimme

Joachim Neander – Vor dem H. Abendmahl.

O Menschenfreund! O JEsu lebens Quell!
O Brünnlein voller Gnad, O mein erretter!
Erbarme dich, o kräfftiger vertretter!
Gedenck am mich! O mein Immanuel!
Ich stehe hier mit Furcht und Angst belegt,
Ich klag es dir, du Prüfer meiner Nieren.
Du bist ein Artzt, der Krancke Seelen trägt,
Du bist ein Hirt, der sein Schaaf selbst will führen.

Ich bin betrübt, ich fühle was mich plagt,
Mein Auge darff ich kaum zu dir auffheben,
Von ferne steh und seh‘ ich nach den Leben,
Nach dir, o Seligmacher ich nur tracht.
Aus Demuth schlag‘ ich auf die harte Brust,
Hie ligt die Sund, so mich von dir geschieden;
Ich schäme mich auch der verborg’nen Lust,
In welcher offt die Hertzen heimlich sieden.

Wo soll ich hin? Ich will zum Lebens-GOtt,
Es soll mich nichts von meinem Fels abtreiben.
Trotz Teuffel! JEsu will ich mich verschreiben,
Tod, Höll, dein Sieg und Stachel ist ein Spott!
Ich bin ein Glied an dem sieghafften Haupt,
Das Teuffel, Tod und Hölle hat bezwungen,
Ich bin durch Ihn, der Sünden-Rach entraub’t,
Es ist dem Held aus Davids Stamm gelungen.

Zu dir allen, O Heil Brun, ich nun komm,
Ich dürste sehr nach frischen Wasserquellen,
An deiner Tafel will ich mich einstellen,
Verstoss mich nicht, du bist geneigt und fromm.
Verborg’nes Manna, speise meine Seel,
Du offner Strohm kanst meinen Durst bald stillen,
Du treuer Hirt, dir ich mich gantz befehl,
Lass Hertz und Zung stäts seyn nach deinem Willen.

Des Seligen Herren
Joachim Neanders
Berühmten Reformirten Predigers zu Bremen,
Geistreiche
Glaub- Liebes
und
Bundes-Lieder.

Gedruckt in Amsterdam, zu finden
Bey Samuel Schoonwald,
Buch-händler in der Kalberstrasse. 1725

Gellert, Christian Fürchtegott – Ich komme, Herr, und suche dich,

Ich komme, Herr, und suche dich,
Mühselig und beladen.
Gott, mein Erbarmer, würdge mich
Des Wunders deiner Gnaden.
Ich liege hier vor deinem Thron,
Sohn Gottes und des Menschen Sohn,
Mich deiner zu getrösten.
Ich fühle meiner Sünden Müh;
Ich suche Ruh, und finde sie
Im Glauben der Erlösten.

Dich bet ich zuversichtlich an,
Du bist das Heil der Sünder.
Du hast die Handschrift abgetan,
Und wir sind Gottes Kinder.
Ich denk an deines Leidens Macht,
Und an dein Wort: Es ist vollbracht!
Du hast mein Heil verdienet.
Du hast für mich dich dargestellt.
Gott war in dir, und hat die Welt
In dir mit sich versühnet.

So freue dich, mein Herz, in mir!
Er tilget deine Sünden,
Und läßt an seiner Tafel hier
Dich Gnad um Gnade finden.
Du rufst, und er erhört dich schon,
Spricht liebreich: »Sei getrost, mein Sohn!
Die Schuld ist dir vergeben.
Du bist in meinen Tod getauft,
Und du wirst dem, der dich erkauft,
Von ganzem Herzen leben.

Dein ist das Glück der Seligkeit;
Bewahr es hier im Glauben,
Und laß durch keine Sicherheit
Dir deine Krone rauben.
Sieh, ich vereine mich mit dir;
Ich bin der Weinstock, bleib an mir:
So wirst du Früchte bringen.
Ich helfe dir, ich stärke dich;
Und durch die Liebe gegen mich
Wird dir der Sieg gelingen.«

Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot;
Ich will es treu erfüllen,
Und bitte dich, durch deinen Tod,
Um Kraft zu meinem Willen.
Laß mich von nun an würdig sein,
Mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn,
Und deinen Tod zu preisen.
Laß mich den Ernst der Heiligung
Durch eine wahre Besserung
Mir und der Welt beweisen!

Klepper, Jochen – Mein Gott, dein hohes Fest des Lichtes

1. Mein Gott, dein hohes Fest des Lichtes
hat stets die Leidenden gemeint.
Und wer die Schrecken des Gerichtes
nicht als der Schuldigste beweint,
dem blieb dein Stern noch tiefverhüllt
und deine Weihnacht unerfüllt.

2. Die ersten Zeugen, die du suchtest,
erschienen aller Hoffnung bar.
Voll Angst, als ob du ihnen fluchtest,
und elend war die Hirtenschar.
Den Ärmsten auf verlassenem Feld
gabst du die Botschaft an die Welt.

3. Die Feier ward zu bunt und heiter,
mit der die Welt dein Fest begeht.
Mach uns doch für die Nacht bereiter,
in der dein Stern am Himmel steht.
Und über deiner Krippe schon
zeig uns dein Kreuz, du Menschensohn.

4. Herr, daß wir dich so nennen können,
präg unseren Herzen heißer ein.
Wenn unsere Feste jäh zerrönnen,
muß jeder Tag noch Christtag sein.
Wir preisen dich in Schmerz, Schuld, Not,
und loben dich bei Wein und Brot.

Klepper, Jochen – So will ich, daß die Männer wieder beten

So will ich, daß die Männer wieder beten,
an allen Orten heil’ge Hände heben
und ohne Zorn und Zweifel vor dich treten,
du mögest allem Kampf sein Ziel erst geben.

Die Männer sollen beten, wie sie streiten:
mit ganzem Willen und mit allen Kräften;
im Aufbruch schon sich auf den Tod bereiten
und deinen Namen an die Fahnen heften.

Denn es genügt nicht, über Menschen siegen.
Der letzte Streit bleibt immer noch zu führen.
Mit Gott und Menschen kämpfen und obliegen,
vermögen nur, die ringend dich berühren.

Dann wird sich als der Siege Sieg erweisen,
daß du sie selber in den Kampf gerissen.
Und selbst erliegend werden sie es preisen,
vom König aller Könige zu wissen.

Die aus der Schlacht des Betens wiederkehren,
erwartest du, daß deine Kraft sie stärke,
wie wir’s vom König Melchisedek hören,
mit Brot und Wein, den größten deiner Werke.

Noch immer hast du die vom Kampfe Wunden
am Tische deines Abendmahls bewirtet,
sie mit dem Kranze, der nicht welkt, umbunden
und mit dem Schwerte deines Geists gegürtet!

Heyden, Sebald – Von der Einsetzung des heiligen Abendmahls.

ALs Jesus Christus vnser HErr
west, das sein zeit nun kommen wer,
das er von hinn solt scheiden,
Zu Tisch er mit sein Jüngern saß,
mit jn das Osterlemblein aß
zu letzt für seinem leyden,
Er sprach: ich hab hertzlich begert,
mit euch, ehe ich getödtet werd,
essen diß Osterlamme,
denn ich sag euch, das ich hinfür
von diesem nicht mehr essen wür,
biß das reich Gottes komme.

Als er nu also mit jn aß,
er sonderlich betrachtet, das
jr hertz vnd glaub nicht zaget;
Seht darumb ein das Sacrament,
nam das brodt mit danck inn sein hend,
brachs, gab jhn das vnnd saget:
Nembt hin, esst! das ist mein Leichnam,
der für euch an des Creutzes stamm
soll dargegeben werden;
solchs thut, das jhr mein denckt darbey,
das ich ewer HERR vnnd Heyland sey,
all die jhr glaubt auff Erden.

Desselben gleichen, als nu gar
solchs Abendmal volendet war,
sterckt er sein Jünger schwache,
Vnd machet gantz diß Sacrament,
nam auch den Kelch in seine hend,
danckt, gab jn den vnd sprache:
Nembt hin, trinckt all! das ist mein blut
des newen Testamentes gut,
welchs ich, ans Creutz gehencket,
vergiessen werd für ewre Sünd;
solchs thut, so offt jr dauon trinckt,
das jr mein dabey gedencket.

Gleich wie Gott in Egypten thet,
do er all erst geburt ertödt
im Land inn einer nachte,
Den König Pharaon ertrenckt
imm roten Meer zu grund versenckt
mit aller seiner machte:
Do setzt er ein das Osterfest,
das sein Volck dabey decht vnd west
sein grosse wunderthaten,
durch welche sie gefüret auß
mit starcker hand auß dem diensthauß,
durchs rot Meer trucken traten:

Also auch da Christus der Herr
durch sein Blut inn der Tauffe Meer
all vnser Sünd versencket,
Den Tod gewürgt, die Hell zerstört,
die Handschrifft, die das gewissen mehrt,
mit sich ans Creutz gehencket:
Das sein Kirch solchs allzeit betracht,
er selbs zum Osterlamb sich macht
im Testament vnd schaffte
sein Leib zu essen in dem Brodt,
im Wein zu trincken sein Blut rot
durch seines wortes kraffte.

Wer nu diß brodt nach dem befelch
isst, vnnd trinckt von des Herren kelch,
der soll sein Todt verkünden,
Nemlich das Christus, Gottes Son,
am Creutz bezalt vnd gnug hab than
für aller vnser Sünden,
Vnd das vns Gott nu gnedig sey,
so wir gelauben vnnd darbey
vnns an die Tauff starck halten,
so solln wir Gottes Kinder sein
vnnd das Himlisch erb nemen ein,
das will Gott ewig walten.

So brüff nu der Mensch sich selbst recht,
ehe er diß Sacrament empfecht,
das er sein hertz erkenne,
Ob er inn rechtem glauben sthe
vnd in warer lieb hinzu ghe,
das jn kein vnbuß brenne,
Das er jm nicht eß das Gericht,
drumb das er vnterscheidet nicht
den Leib Christi des Herren,
das er der Sünden Sawerteig
durch hülff des heilgen Geists außfeg,
Christo dem Lamb zu ehren.

Darumb so last vns alle gleich
Gott den Vatter im Himelreich
von gantzem hertzen bitten
Durch JEsum Christum, seinen Son,
weil der für vnns all gnug hat thon,
den Tod für vns gelitten,
Das er vnns durch den Heiligen Geist
sein gnad zu starckem Glauben leist,
nach seinem wort zu leben
inn rechter lieb vnd einigkeit,
vnd das er vns nach dieser zeit
die ewig Frewd woll geben.

Quelle