Reissner, Adam – Nach dem Essen.

Reissner, Adam – Nach dem Essen.

Psalmus 104. Benedic anima mea Domino.

O Mein seel, Gott den Herren lob,
der mit gezierd hoch leuchtet!
Sein herrligkeit schwebt ewig ob,
sein güt die erd befeuchtet,
Das sie bringt frucht auff berg und thal,
kraut, korn und anders uberal,
zu dienst dem viech und menschen.

Du lesst das brot, Herr, uns zu gut
auffwachsen von der erden,
Den wein, der frölich macht den mut,
das öl lesst uns auch werden;
Dein wunderwerck sind gros und viel,
dein reiche gaben han kein ziel,
die alle erd erfüllen.

All creatur wart auff dich hie,
das du jr gebst jr speise,
Denn gibstu jr, so nimet sie,
thustu jr dein hand weisen,
So werden sie mit gütern sat,
dagegen auch krafftlos und matt,
wenn du dein gnad verbirgest.

Wenn du jnen den geist entwendst,
zu staub sie wieder werden;
Alls lebt, wenn du deinn Geist aussendst,
und wird vernewt die erden.
Den Herren all mein lebenlang
wil loben ich mit meim gestan
und singen Haleluja.

Wackernagel – Das deutsche Kirchenlied von Martin Luther bis auf Nicolaus Herman und Ambrosius Blaurer

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