Pfeil, Christian Karl Ludwig von – Guter Seelenhirt

Pfeil, Christian Karl Ludwig von – Guter Seelenhirt

1.) Guter Seelenhirt,
Meine Seele wird
Über deine Hirtentreue,
Die so groß ist, heut auf’s Neue
Seliglich erquickt,
Da sie dich erblickt.

2.) Da sie dich erblickt,
Wird sie sanft erquickt,
Dass du, guter Hirt, dein Leben
Für die Schafe dargegeben
Und dein eigen Gut
Selbst erkauft mit Blut.

3.) Selbst erkauft mit Blut
Hast du dieses Gut
Und dem Feind es abgenommen,
Der es dir zu rauben kommen,
Darum ist es dein,
Eigen und allein.

4.) Eigen und allein
Ist die Herde dein
Und du kennest deinen Samen,
Aller deiner Schäflein Namen
Sind in deiner Hand
Und dir wohl bekannt.

5.) Wie sie dir bekannt,
Ist auch deine Hand,
Herz und Namen ihnen kenntlich,
Deine Stimme wohl verständlich
Und sie folgen dir
Willig mit Begier.

6.) Willig mit Begier
Lassen sie von dir
Sich durch’s Hirtenwort regieren,
Leiten und zusammenführen,
Bis zuletzt ein Hirt,
Eine Herde wird.

7.) Bis dass dieses wird,
Treuer Seelenhirt,
Wollst du den zerstreuten Herden
Treue Diener auf der Erden
Geben immerhin
Nur nach deinem Sinn.

8.) Nur nach deinem Sinn
Schaffe weiterhin,
Dass sowohl die Hirten handeln,
Als auch deine Schafe wandeln
Und dass dir getreu
Hirt und Herde sei.

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