Gerhard Tersteegen – Danke dem Herren, o Seele, dem Ursprung der Güter

Gerhard Tersteegen – Danke dem Herren, o Seele, dem Ursprung der Güter

1.) Danke dem Herren, o Seele, dem Ursprung der Güter.
Der uns erquicket die Leiber und stärkt die Gemüter.
Gebet ihm Ehr: Liebet den Gütigen sehr;
Stimmet die dankenden Lieder!

2.) Du hast, o Güte! dem Leibe die Notdurft bescheret:
Lass doch die Kräfte im Guten nur werden verzehret.
Alles ist dein, (Seelen und Leiber) allein:
Werd auch durch beide geehret.

3.) Lebenswort! Jesu! komm, speise die schmachtenden Seelen;
Laß in der Wüste uns nimmer das Nöthige fehlen:
Gib nur, daß wir Innig stets dürsten nach dir,
Ewig zur Lust dich erwählen.

4.) Nimm die Begierden und Sinnen in Liebe gefangen,
Daß wir nichts neben dir, Jesu! auf Erden verlangen:
Laß uns mit dir Leben verborgen allhier,
Und dir im Geiste anhangen.

3.) Lass uns dein’n Lebens-Geist kräftig und innig durchdringen
Und uns dein göttliches Leben und Tugenden bringen;
Bis nur wird seyn In uns dein Leben allein;
Jesu! du kannst es vollbringen.

4.) Gütigster Hirte, du wollest uns stärken und leiten,
Und zu der Hochzeit des Lammes rechtschaffen bereiten:
Bleib uns hier nah, Bis wir dich ewig allda
Schmecken und schauen in Freuden.

Quelle: Geistliches Blumengärtlein inniger Seelen.
Dreizehnte Original-Auflage
Elberfeld 1826
bei Wilhelm Hassel

Komplettierte Fassung dieses Liedes

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