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unbekannt – Criste der du bist tag vnd liecht

unbekannt – Criste der du bist tag vnd liecht

Criste der du bist tag vnd liecht/
Vor dir Herr verborgen nicht/
Du vätterliches liechtes glantz/
Lehr vns den weg der Warheit gantz

WIr bitten dein Göttliche krafft/
Behüt vns Herr inn diser nacht/
Bewar vns Herr vor allem leid/
Gott Vatter der barmhertzigkeit.

Vertreib den schweren schlaf Herr Christ/
Das vns nit schad des feindes list/
Dz fleisch in züchten reine sei/
So seind wir mancher sorgen frei.

SO vnser augen schlaffen schier/
Lass vnser hertzen wachen Dir/
Beschirm vns Gottes rechte hand/
Vnd löss vns von der sünden band.

BEschrimer Herr der Christenheit/
Dein hilff allzeit sey vns bereit/
Hilff vns Herr Gott aus aller not/
Durch dein heilig fünff wunden rot.

Gedenck/ o Herr/ der schweren zeit/
Damit der leib gefangen leit/
Die Seele die Du hast erlost/
Der gib Herr Jesu deinen trost.

GOtt Vater sei lob ehr vnd preis/
Darzu auch seinem Sone weis/
Des heilgen Geistes gütigkeit/
Von nun an bis in ewigkeit.

Amen.

unbekannt – Christus der vns selig macht

unbekannt – Christus der vns selig macht

Christus der vns selig macht
Kein bös hat begangen
Ward für vns zur Mitternacht
Als ein dieb gefangen
Gefürt vor Gotlose leuth/
Vnd felschlich verklaget/
Verlacht/ verhönt/ vnd verspewt/
Wie die Schrifft das saget.

IN der ersten tages stund/
ward Er vnbescheiden/
Als ein Mörder dar gestelt/
Pilato dem Heiden/
Der jhn vnschuldig befand/
Vnnd on sach des todes
Ihn derhalben von sich sandt
Zum König Herodes.

Vmb drei warde Gottes son
Mit geisseln geschmissen
Vnd sein haupt/ mit einer kron
Von dornen zerrissen
Gekleidet zu hohn vnd spott
Ward auch seer geschlagen
Vnd das Creutz zu seinem tod
Musst er selber tragen.

Vmb sechs ward er nackt vnd blos
an das creutz geschlagen
An dem er sein blut vergos
Bettet mit weetagen/
Die zuseher spotten sein
Auch die bei jm hiengen
Bis die Son auch jren schein
Entzog solchen dingen.

JEsus schrei zur Neunden stund
Klaget sich verlassen
Bald ward gall in seinem mund/
Mit essig gelassen
Da gab er auff seinen geist
Vnnd die Erd erbebet
Des Tempels vorhang zerreis
Mancher fels zerkleubet.

DA man hatt zur Vesper zeit
Die Schächer zerbrochen
Ward JESUS in seine seit
Mit eim speer gestochen
Daraus Blut vnd wasser ran
Die Schrifft zu erfüllen
Wie Johannes zeiget an
Nur vmb vnsert willen.

DA der tag sein ende nam
Der Abent war komen
Ward Jesus vons creutzes stam
Durch Joseph genommen
Herrlich nach Jüdischer art
In ein grab geleget
Alda mit hütern bewart
Wiei Mattheus zeuget.

Hilff Christe Gottes son
Durch dein bitter leiden
Das wir Dir steths vnderthon
All vntugent meiden
Deinen Tod/ vnd sein vrsach
Fruchtbarlich bedencken
Dafür/ wiewol arm vnd schwach
Dir danckopffer schencken.

Amen.

unbekannt – ACh Gott, ich thun dich ruffen an

unbekannt – ACh Gott, ich thun dich ruffen an

ACh Gott, ich thun dich ruffen an
vß trurigklichem mut!
Den größten fygend, den ich han,
das sit min fleisch vnd blut:
Das klagen ich also seere,
mit jm hab ich täglich stryt,
es ist mir vil zeschwäre,
dann es allzyt oben lyt.

Zu schälten vnd zu fluchen
darzu ist min fleisch gerüst,
Kein guts wil es nit suchen
sunder sin anschlag vnnd lüst.
Allzyr so thut es sträben
wider dich Herrn vnnd Gott
vnnd wil sich nit ergeben
wol vnder din gsatzt vnd gbott.

Das thun ich hertzlich klagen
dir, Gott in dinem thron!
Das crütz wil es nit tragen
vnd ouch nit naher gon.
Ich mag es nit erzwingen
on dine gnad vnd huld,
es thut mich täglich bringen
in grosse sünd vnd schuld.

Gebunden vnnd gefangen
ist mir min sinn vnnd gmüt!
Mich thut so seer verlangen
nach diner huld vnd güt.
Die teil du mit vns allen,
die, Herr, erkennend dich,
das wir nit wider fallen
wol in des tüfels rych.

Ein ding ist nnoch dahinden
das mir ouch noch gebrist:
Kein rechter gloub ist zfinden
wo kein recht liebe ist:
So gib vns ware liebe,
sy ist ein edler schatz,
das wir vns darinn übind!
sy thut erfüllen sgsatz.

O vatter, Gott vnd Herre
in dinem höchsten thron,
Verlaß vns nimmermere,
mein klag laß für dich kon!
O Gott, biß nit so verre,
dann du bist vnser hort!
das sich doch niemant keere
von dinem heilgen wort!

O vatter in dim ryhce,
du haltest, waßt verheist:
Gib vns genädigkliche
ouch dinen heilgen geist,
Das wir nit anders handlen
dann frid vnd einigkeit
vnd darzu mögend wandlen
in aller grechtigkeit.

Teil vns mit, Gott vnnd Herre,
din grosse barmhertzigkeit!
Thu vnns den glouben meren,
hilff vnser blödigkeit!
Thu vnser hertz berüren
mit dines brunnen fluß,
vnd thu vns gnädig füren
vß diser finsternuß.

Din huld thu vns erzeigen
vnd ouch din früntligkeit,
Das wir dich nit verlöugnen
in der trübsäligkeit,
So wir gefangen ligend,
din gnad von vnns nit wend,
dz wir bestendig blybend
biß gar an vnser end!

Wackernagel – Das deutsche Kirchenlied von Martin Luther bis auf Nicolaus Herman und Ambrosius Blaurer

unbekannt – Dreiein’ger Gott, ich preise dich

unbekannt – Dreiein’ger Gott, ich preise dich

Dreiein’ger Gott, ich preise dich
Mit Mund und Herzen inniglich,
Für deine Gnade, Güt‘ und Treu‘
Die über uns ist täglich neu.

Ach Vater, laß mich ferner sein
In deiner Huld geschlossen ein!
Gott Sohn, dein heil’ges theures Blut
Mach‘ meine letzte Rechnung gut.

Gott, heil’ger Geist, verlaß mich nicht,
Wenn Sünd‘ und Teufel mich anficht:
Sei du mein Beistand allezeit,
Und gieb im Tod die Seligkeit.

unbekannt – Herr Jesu, deine Angst und Pein

unbekannt – Herr Jesu, deine Angst und Pein

1. Herr Jesu, deine Angst und Pein
Und dein betrübtes Leiden
Laß mir vor Augen allzeit sein,
Die Sünde zu vermeiden.
Laß mich an deine große Not
Und deinen herben bittern Tod,
Dieweil ich lebe, denken.

2. Laß, deiner Seelen Höllenqual,
Dein blutgeronnen Schwitzen
Und übrig Elend allzumal,
Darin du mußtest sitzen,
Mir oftermalen fallen ein
Und eine starke Warnung sein
Vor mehrern Missetaten.

3. Die Wunden alle, die du hast,
Hab ich dir helfen schlagen,
Auch meine große Sündenlast
Dir aufgelegt zu tragen.
Ach liebster Heiland, schone mein,
Laß diese Schuld vergessen sein,
Laß Gnade vor Recht gehen.

4. Du hast verlassen deinen Thron,
Bist in das Elend gangen,
Vertrugest Schläge, Spott und Hohn,
Mußtest am Kreuze hangen,
Auf daß du für uns schafftest Rat
Und unsre schwere Missetat
Bei Gott versöhnen möchtest.

5. Drum will ich jetzt zur Dankbarkeit
Von Herzen dir lobsingen,
Und wenn du zu der Seligkeit
Mich wirst hinkünftig bringen,
So will ich daselbst noch vielmehr
Zusamt dem ganzen Himmelsheer
Dich ewig dafür loben.

6. Herr Jesu, deine Angst und Pein
Und dein betrübtes Leiden
Laß meine letzte Zuflucht sein,
Wenn ich von hier soll scheiden.
Ach hilf, daß ich durch deinen Tod
Fein sanft beschließe meine Not
Und selig sterbe. Amen.

unbekannt – Prophete Jesu, du bist groß

unbekannt – Prophete Jesu, du bist groß

1. Prophete Jesu, du bist groß
Von Worten und von Taten.
Dein Sitz ist deines Vaters Schoß,
Jedoch, der Welt zu raten,
Hast du dich selber dieser Welt
Als einen Lehrer dargestellt
In deinem Mittleramte.

2. Wie die Propheten allesamt
Von Christo Zeugnis gaben,
So zeiget dein Prophetenamt,
Daß wir an dir nun haben,
Was uns von dir versprochen wird.
Du heißt ein Lehrer, Meister, Hirt
Und Bischof unsrer Seelen.

3. Du warst es durch des Vaters Rat
In diesen letzten Tagen,
Da dich dein Gott erwecket hat,
Den Irrenden zusagen,
Wie man zum Himmel wandeln soll.
Du warest Kraft und Geistes voll
Gesalbt mit Freudenöle.

4. Vornehmlich warst du, Hirt, gesandt
Zu den verlornen Schafen
Des Haufes, Israel genannt,
Zu lehren und zu strafen,
Wo sich dein Herz auch treu erwies,
Nachdem es bei der Taufe hieß:
Dies ist mein Sohn, den höret.

5. Wer elend und zerbrochen ist,
Gebunden und gefangen,
Ein trauriger, doch gläubiger Christ,
Der soll in dir erlangen
Erquickung, Heilung, Linderung,
Eröffnung und Erledigung,
Ein gnädig Jahr und Freude.

6. In deinem Evengelio,
Das Gnad und Wahrheit brachte,
Machtst du die matten Herzen froh,
Die Moses traurig machte.
Doch hast du auch zugleich erklärt,
Was Gott durch das Gesetz begehrt,
Drum lehrst du Buß und Glauben.

7. Du bist noch jetzo der Prophet,
Der uns Propheten sendet.
Gott Lob, der feste Grund besteht,
Bis Zeit und Welt sich endet.
Der treuen Lehrer reiner Mund
Macht uns dich großen Lehrer kund,
Der Gottes Weg recht lehret.

8. Mein Jesu, ja du bist allein
Das Heil, das kommen sollte,
Durch den Gott seinen Gnadenschein
Uns offenbaren wollte.
Der Mittler und der Seelen Hirt,
Von dem mein Geist geweidet wird
Mit Stäben sanft und wehe.

9. So leite denn und führe mich
Auf einer grünen Weide.
Dein Wort sei immer kräftiglich
Des Herzens Trost und Freude.
Und wenn die Welt einmal vergeht,
Ach so erfülle, mein Prophet,
Was du hier prophezeiet.

unbekannt – Einst sing ich nicht mehr

unbekannt – Einst sing ich nicht mehr

Einst sing’ ich nicht mehr, wie ich sang;
die Saite springt, es naht die Nacht.
Doch sel’ge Lust, es währt nicht lang,
dann bin beim König ich erwacht.

Dann rühm’ ich: Herr, du hast’s vollbracht!
Nur Gnade ist’s, die selig macht!

Einst wankt mein Leib hier und zerfällt.
Ich weiß nicht Ort, ich weiß nicht Zeit.
Doch ist’s gewiß, mein Jesus hält schon
Wohnung droben mir bereit.

Ja einst, vielleicht im Abendschein,
wird sanft der Ruf an mich ergehn:
Komm, Kindlein, stell die Arbeit ein,
du darfst jetzt ruhn und Jesum sehn!

Ja einst; bis dahin wart’ ich still,
die Lampe brennt, und unverweilt,
wenn mir mein König auftun will,
die Seele jubelnd zu ihm eilt.

Dann rühm’ ich: Herr, du hast’s vollbracht!
Nur Gnade ist’s, die selig macht!

Unbekannt – Fünf Brünnlein sind

Unbekannt – Fünf Brünnlein sind

1. Fünf Brünnlein sind,
Daraus mir rinnt
Fried, Freud, Heil, Trost und Lehen;
In Angst und Not
Bis in den Tod
Solche mir Labsal geben.

2. Der Quell du bist,
Herr Jesu Christ,
Die Brünnlein deine Wunden,
Daraus ich mich
Lab inniglich
In heißen Kreuzesstunden.

3. Laß mir stets sein
Das Leiden dein
Ein Regel, Riegel, Speigel,
Daß ich nach dir
Mein Fleisch regier
Und laß ihm nicht den Zügel.

4. O Gottes Lamm,
O Liebesflamm,
O meiner Seelen Freude,
Nimm hin die Sünd,
Das Herz entzünd,
Daß mich von dir nichts scheide.

5. So werde ich
Recht seliglich
Den Lebenslauf vollbringen
Und fröhlich hier,
O Gott, mit dir
Das Vollbracht gläubig singen.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Unbekannt – Laßt uns alle fröhlich sein

Unbekannt – Laßt uns alle fröhlich sein

Laßt uns alle fröhlich sein,
Preisen Gott den Herren,
Der sein liebes Söhnelein
Uns selbst tut verehren!

2. Er kommt in das Jammertal,
Wird ein Knecht auf Erden,
Damit wir im Himmelssaal
Große Herren werden.

3. Er wird arm, wir werden reich,
Ist das nicht ein Wunder?
Drum lobt Gott im Himmelreich
Allzeit wie jetzunder!

4. O Herr Christ, nimm unser wahr
Durch deinn heilgen Namen!
Gib uns ein gut neues Jahr!
Wers begehrt, sprech: Amen.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Unbekannt – Mein fester Fels und starker Hort

Unbekannt – Mein fester Fels und starker Hort

Mein fester Fels und starker Hort,
Darauf ich mich verlasse,
Ist dieses teuerwerte Wort,
Das ich im Glauben fasse:
Jesus, Gottes Sohn,
In mein Schild und Lohn,
Er hat mich erkauft,
Ich bin auf ihn getauft,
Und er bleibt mein Erlöser.

2. Ich war zuvor des Todes Knecht,
Da mich der Zorn gebunden.
Der Teufel hat an mir ein Recht,
Ich war voll Sündenwunden.
Des Gesetzes Buch,
Des Gerichtes Fluch
Drohte nichts als Not,
Ja gar den ewgen Tod.
Wo war, der mich erlöste?

3. Kein Bruder, welcher selbst ein Knecht,
Kann mir die Hoffnung geben,
Und das Gesetz, durchs Fleisch geschwächt,
Hilft mir auch nicht zum Leben.
Gott, mein Herr, allein
Kann mein Helfer sein,
Der die Schuld vergibt.
Er hat die Welt geliebt,
Die Sünder zu erlösen.

4. Das ist gewiß und teuerwert,
Mein Jesus ist gekommen,
Die große Last, die mich beschwert,
Hat er auf sich genommen.
Der gerechte Knecht
Machet uns gerecht,
Für die Schuld der Welt
Gab Lösegeld,
Durch Blut uns zu erlösen.

5. Denn weil er unser Bürge war,
So trug er unsre Ketten.
Er stellte sich zur Knechtschaft dar,
Die Knechte zu erretten.
Der Erlöser starb,
Gott der Herr erwarb
Uns durch eignes Blut;
Das stärket meinen Mut.
Ein Gottmensch hat erlöset.

6. Daher ist für die ganze Welt
Die Zahlung auch vollkommen.
Der in dem Siege starke Held
Ist aus der Angst genommen,
Und sein teures Blut
Wird mein teures Gut,
Dieses macht mich los;
Der Schatz ist aber groß,
Dazu er mich erlöset.

7. Nun Gott sei Dank, der also mir
In Jesu Sieg gegeben.
Als ein Erlöster will ich dir,
Mein Herr, zu Ehren leben.
Finstre Todesnacht,
Teufel, deine Macht,
Hölle, dein Gericht
Erschrecken mich nun nicht.
Ich bin von euch erlöset.

8. Ich weiß, daß mein Erlöser lebt,
Er lebet mir zum Leben.
Ihm will ich, wenn er mich erhebt,
Lob, Preis und Ehre geben.
Denn aus aller Not
Wird er durch den Tod
Und aus dieser Zeit
Zu seiner Ewigkeit
Mich ganz gewiß erlösen.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States