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Kategorie: Schweinitzer Johannes

Johannes Schweinitzer – Der CXVIII. Psalm

Johannes Schweinitzer – Der CXVIII. Psalm

DAs Gott der Herr so früntlich ist
zu aller frist,
des wirt yetzund erhöcht sin pryß!
Barmhertzigkeit da nit gebrist,
ouch ewig ist
vor sinem thron vff sölche wyß
Wöll Israel mit siner schar
vnd gar die menge Aaron
Von nun ouch thun, der gantze huff,
so vff den Herrn mit forchte schon
Vertruwlich heit, barmhertzigkeit
erlanget biß in ewigkeit.

Das hertz in mir ward hart verseert
mit angst so hert
zeschryen ich gedrungen ward.
Zum Herren stünd all min begerd,
bald er mich gwert
nach siner grossen gute art.
Er nützt vnd schützt min handel gar,
was that der mensch nur fahen an,
Veracht mit macht der fynde trutz,
groß nutz ich von dem Herren han,
Vff des allein sunst anders kein
person noch fürsten truw mich lein.

Der Heiden hauf vmbringt mich gar
mit solcher schar,
als ymmen by jr wonung thund.
Erbrunnen war jr gmüt mit gfar,
sam hier vnd dar
das fhür inn hecken wär entzündt.
Do kam der Nam des Herren starck,
wie arg der fynd sich sehen ließ,
Der rang, bezwang des selben gwalt,
zwyspalt er in den huffen stieß:
Do ward ich zwar gerochen gar
wol gegen miner fynden schar.

Seer hert vnd schwärlich ward ich drengt,
dermassen zwengt,
das ich mich fals versehenn hett,
Doch hat der Herr hiehär gelenckt,
von mir nit gwenckt
sin rechte mich erredten thett.
Min sterck ich merck, min trost vnnd heil,
ich eil, zerhöhen yetz min gsang.
Imm wäld, da zäldt der grechten sind,
geschwind mit krafft vnnd gwalt nit lang
Bist blyben vß, du machtests gruß
all min fynden in disem struß.

Du hast, o herr, vertretten mich
gantz gwaltigklich
mit dinem starcken arm vnd krafft,
Das ich nit sturb vnnd rümpte dich,
manchfältigklich
in sölchen thaten sigenhafft.
Du straffst, verschafft mich nit dem tod
o Gott, eröffnen mir die port,
Darein ich rein mög ynhin gan,
als dann wird ich dir, Herre, fort
Lobsingen gern, die grechten wern
zu dinger proten ynhin kern.

Ich danck der zucht, ouch dasd erhört
vnnd zu mir kert
hast heüt din heil an disem tag.
Der felß ist zu eim eckstein kert,
versetzet hert,
den yeder zu verschupffen pflag.
Von dir, gloubn mir, ist diß geschähen
vnd sehen es zu wunder an.
Der tag behag mit fröud vnd wun,
den nun du, Herr, laast fürher gon.
O Herr, thu fyn dinr hilffe schyn,
wol kumpt er in dem Namen din.

Wir segnend die vons Herren huß,
der Herr bricht vß,
Gott ist, der vnns erlüchtet zwar.
Dus fest streicht wol vnd zierlich hrauß
mit pracht vnd brauß,
die zwyg steck zoberst an altar!
Min Gott on spott du bist, gen dir
sol mir kein danck noch lob zuuil
Zustan! was kan ich anders mer
dann eer vnd pryß dinr gut on zil
Verlehen vast, die du vns hast
bewisen vnnd daruon nit laast.