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Rerau, E. J. – Vertrauen auf Gott

GOTT ist mein Heil, Glück, Hilf und Trost,
Mein‘ Hoffnung und Vertrauen.
Er hat mich durch sein’n SOhn erlöst;
Auf ihn will ich vest bauen.
Er hülfet mir aus aller Noth
Und steht mir bey im Leben und Tod;
Drum hab‘ ich diese Zuversicht,
Und bins bericht’t,
Daß Gott verläßt die Seinen nicht.

Verläßt mich Welt, Freund, Haab und Gut
Und was sonst ist auf ERden:
So gläub ich doch mit freyem Muth,
Von Gott soll mir Hülf‘ werden.
Er will uns weder hie noch dort
Verlassen, wie er uns im Wort
Durch seinen lieben Sohn zuspricht.
Es treugt uns nicht:
Denn Gott verläßt die Seinen nicht.

Die Seinen hat der liebe Herr
Allzeit aus Noth gerissen,
Wie Daniel und ander‘ mehr
Thun offenbar zu wissen.
Der fromme Joseph war in Noth,
Moses desgleich; aber zu Gott
Hatten sie all‘ ihr‘ Zuversicht.
Das Band zerbricht:
Denn Gott verläßt die Seinen nicht.

Nicht mehr begehr‘ ich hie von Gott,
Denn daß ich müg erwerben
Ein ehrlich Leben nach sei’m Gebot,
Und darnach selig sterben,
Daß ich hie leb‘ nach seinem Wort,
Also, daß ich auch lebe dort.
Wenn er wird kommen zum Gericht.
Damit man sicht,
Daß Gott verläßt die Seinen nicht.

Rambach – Anthologie christlicher Gesänge aus der neueren Zeit