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Kategorie: Rappard Dora

Dora Rappard – Sicher in Jesu Armen

Dora Rappard – Sicher in Jesu Armen

Sicher in Jesu Armen,
sicher an seiner Brust,
ruhend in seiner Liebe,
da find ich Himmelslust.
Mit holder Hirtenstimme
ruft mir mein Heiland zu:
Lass ab vom eignen Ringen;
an meinem Herzen ruh!

Sicher in Jesu Armen,
sicher an seiner Brust,
ruhend in seiner Liebe,
da find ich Himmelslust.

Sicher in Jesu Armen,
los von der Sorge Qual,
sicher vor Satans Stürmen
in Jesu Wundenmal.
Frei von dem Druck des Kummers,
weg aller Zweifel Spur,
nur noch ein wenig Prüfung,
wenig mehr Tränen nur.

Sicher in Jesu Armen,
los von der Sorge Qual,
sicher vor Satans Stürmen
in Jesu Wundenmal.

Jesus, des Herzens Zuflucht,
Jesus, du starbst für mich!
Sicher auf diesen Felsen
stütz ich mich ewiglich.
Hier will ich stille warten,
bis dass vergeht die Nacht,
bis an dem goldnen Ufer
leuchtend der Tag erwacht.

Jesus, des Herzens Zuflucht,
Jesus, du starbst für mich!
Sicher auf diesen Felsen
stütz ich mich ewiglich.

Dora Rappard – Nimm mein Leben

Dora Rappard – Nimm mein Leben

Nimm mein Leben! Jesus, dir
übergeb ich’s für und für.
Nimm Besitz von meiner Zeit;
jede Stund sei dir geweiht.

Nimm du meine Hände an,
zeig mir, wie ich dienen kann;
nimm die Füße, mach sie flink,
dir zu folgen auf den Wink!

Nimm die Stimme, lehre mich
reden, singen nur für dich;
nimm, o Herr, die Lippen mein,
lege deine Worte drein!

Nimm du all mein Gut und Geld,
dir sei’s in den Dienst gestellt;
nimm die Kräfte, den Verstand
ganz in deine Meisterhand!

Nimm, Herr, meinen Willen du,
dass er still in deinem ruh;
nimm mein Herz, mach es hier schon
dir zum Tempel und zum Thron!

Nimm du meiner Liebe Füll;
Jesus, all mein Sehnen still;
nimm mich selbst und lass mich sein
ewig, einzig, völlig dein!

Dora Rappard – Hast du eine Sorgenlast

Dora Rappard – Hast du eine Sorgenlast

Hast du eine Sorgenlast,
die dir raubet Fried und Rast,
Jesu Herz dir offen steht;
mach aus Sorgen ein Gebet.

Glühet tief in deiner Brust
irdscher Hoffnung süße Lust,
achte fein, wo Jesus geht;
werde stille im Gebet.

Bist du traurig und allein,
drückt dich bittre Seelenpein,
dein Erbarmer dich versteht;
suche Tröstung im Gebet.

Droht des Feindes Macht und List,
flieh zu dem, der Sieger ist;
und von seiner Majestät
ziehe Kraft an im Gebet.

Willst du Jesu Diener sein,
sorg im stillen Kämmerlein,
dass sein Geist dich rein umweht;
hole Weisung im Gebet.

Was dein Herze auch bewegt,
ob sich Schmerz, ob Wonne regt,
flieh zu Jesus früh und spät;
mach aus allem ein Gebet.

Dora Rappard – Auf dein Wort will ich trauen

Dora Rappard – Auf dein Wort will ich trauen

Auf dein Wort will ich trauen,
mein Herr und Gott, allein;
auf Felsen muss man bauen,
um still und stark zu sein.
Was Gott sagt, das bestehet,
es ist des Glaubens Hort.
Ob alle Welt vergehet,
fest bleibt dein heilig Wort.

Auf dein Wort will ich hoffen
in Not und Angst und Schmerz,
der Weg zum Thron ist offen,
ich fliehe an dein Herz;
denn, was du uns verheißen,
erfüllst du fort und fort.
Kein Feind soll mir entreißen
den Trost von deinem Wort.

Auf dein Wort will ich merken,
es leuchtet meinem Fuß,
zeigt, wie in Wort und Werken
ich sein und handeln muss.
Lehr mich ihm folgen schlichte
an jedem Tag und Ort,
dass meinen Gang ich richte
mit Fleiß nach deinem Wort.

Auf dein Wort will ich’s wagen,
das Netz zu werfen aus,
will deine Botschaft tragen
in manches Herz und Haus.
Herr, lass es wohl gelingen,
schaff Früchte da und dort!
Nichts Eignes will ich bringen,
nur dein lebendig Wort.

Auf dein Wort will ich beten,
wie du es uns gelehrt,
dem Feind entgegentreten,
wie du dich einst gewehrt.
Auf meinen Erdenpfaden
bis hin zur Himmelspfort,
will ich, Gott aller Gnaden,
mich stützen auf dein Wort.

Rappard, Dora – Der Reiter auf dem roten Pferd.

Rappard, Dora – Der Reiter auf dem roten Pferd.

Off. 6.4

Es fährt wie im Sturm durch den hohen Wald;
Bald tönt’s wie ein klagendes Rufen;
Wie donnerndes Tosen erdröhnt es bald,
Wie Stampfen von mächtigen Hufen.
O wehe! Es reitet heut‘ über die Erde
Der Reiter, der grimme, auf rotem Pferde.

Er nimmt uns den Frieden hinweg vom Land,
Und Ströme von Blut sich ergiessen.
Es lodert des Hasses verheerender Brand,
Und Herzen wie Stahl sich verschliessen.
Was Jahre der sorgenden Arbeit erstritten,
Das blitzende Schwert hat im Nu es zerschnitten.

Und einsame Herzen im Kämmerlein,
Sie leben in Angst und in Sehnen.
O was für ein Schrei dringt zum Himmel ein!
Was fliessen für Ströme von Tränen!
Die Helden sie legten das Leben danieder;
Sie kommen nicht wieder , sie kommen nicht wieder!

Doch über dem Reiter auf rotem Ross
Und über dem Ringen und Toben,
Und über der Völker gewaltigem Tross
Geh’n hoch einen Thron wir erhoben,
Darauf sitzet Einer, in Heiligkeit prächtig 1),
Der König der Könige, gnädig und mächtig.

Er ist’s, der das Zepter in Händen hält,
Ihm fallen im Staub wir zu Fusse:
Erbarme dich, Herr, deiner sterbenden Welt!
Wir flehen in Reue und Busse;
Wohl haben verdient wir dein schweres Gerichte,
Doch wende vergebend zu uns dein Gesichte.

Du hast uns verwundet mit blutigem Schwert,
Nun heile von Grund aus den Schaden.
Das Volk deiner Weide, dir ist es ja wert,
Drum gib ihm noch Zeiten der Gnaden!
Ruf ab jenen Reiter auf rotem Pferde:
Gib Frieden, o Jesu, gib Frieden auf Erde!

—-

Rappard – Durch Leid zur Herrlichkeit
1) Off. 4, 3

Rappard, Dora – Durch Leiden zur Herrlichkeit

Rappard, Dora – Durch Leiden zur Herrlichkeit

Durch Leiden ging zur Herrlichkeit
Der heil’ge Gottessohn,
Durch Kreuz und Grab, durch blut’gen Streit
Zum höchsten Siegesthron.
Der bis zum Tod gehorsam war,
Dem Vater still ergeben,
Der hat im Himmel wunderbar
Ein unauflöslich Leben.

Durch Leiden führt zur Herrlichkeit
Er auch sein Streiterheer,
Die mit Ihm sterben in der Zeit,
Die führt zum Leben er.
Durch Leiden macht er los und frei
Sie von dem Erdentande,
Damit ihr Herz und Wandel sei
Daheim, im Vaterlande.

Durch Leiden mit zur Herrlichkeit!
O sel’ges Wörtlein: mit!
Der Führer wandelt uns zur Zeit
Und stärkt uns Schritt für Schritt.
Und hohes nicht, noch Tiefes kann
Von seiner Lieb’ uns scheiden;
Drum ziehn getrost wir himmelan
Zur Herrlichkeit durch Leiden.

Rappard – Durch Leid zur Herrlichkeit

Rappard, Dora – Ein Tröpflein Freudenöl

Rappard, Dora – Ein Tröpflein Freudenöl

Der du mit Herrlichkeit gekrönt,
Zu Gottes Rechten thronest;
Der du von Jubelschall umtönt,
Im Heiligtume wohnest;
Der du des Himmels Himmel bist,
Der Freude Quell, Herr Jesu Christ,
O gib aus deiner Fülle mir
Ein Tröpflein Freudenöl von dir.

Ich bin so traurig! Bitteres Weh
Zerdrückt mir fast das Herz;
Wohin ich geh, wohin ich seh,
Ich kann nicht fliehn vom Schmerz.
Kannst du mich heilen? Willst du’s tun?
O ja, du kannst; so hilf mir nun!
Giess in die tiefe Wunde mir
Ein Tröpflein Freudenöl von dir!

Ein Tröpflein von dem weiten Meer,
Das dir im Herzen wallt;
Ein Schimmer von dem Strahlenheer
Um deine Lichtsgestalt;
Ein Brosamlein von deinem Tisch;
Von deinen Höh’n ein Lufthauch frisch;
Ein Wort, ein Blick, genügt mir:
Ein Tröpflein Freudenöl von dir!

Kann keiner je zu schwach und krank,
Du halfest ihm zur Stund;
Und wer dein Lebenswasser trank,
Den machtest du gesund.
Bin ich allein zu todesmatt,
Zu fern von deiner Ruhestatt?
Das kann nicht sein; drum schenk auch mir
Ein Tröpflein Freudenöl von dir!

Ein Tropfen von dem Freudenöl,
Das glaube ich gewiss,
Kann wandeln meine dunkle Höhl‘
In lichtes Paradies.
Wohl bin ich unwert, ? aber doch,
Erbarmer, o erbarm dich noch!
Ich harre, bis du schenkest mir
Ein Tröpflein Freudenöl von Dir!

Rappard – Durch Leid zur Herrlichkeit