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Kategorie: Engelhard Leonhard

Engelhard, Leonhard – Herzog Ludwigs von Württemberg Hochlöblicher Gedechtnus Lied.

Engelhard, Leonhard – Herzog Ludwigs von Württemberg Hochlöblicher Gedechtnus Lied.

Dieweil mein stund vorhanden ist,
daß ich hinfahr mein straßen,
so bitt ich dich, herr Jesu Christ,
du wöllst mich nicht verlaßen.
Mein leib und seel, mein leut und land
befehl ich dir in deine hand,
du würst uns wohl bewahren.

Ergib mich dir nun ganz und gar,
wöllst mein gemahl behüten
vor allem unfall und gefahr
und vor des feindes wüten.
Ich bitt den lieben vatter mein,
wöll meiner landschaft vatter sein
in aller not und gfahren.

Mein underthonen arm und reich
will ich zur letze schenken
zum landsfürsten den Friedenreich,
mein dabei zu gedenken.
Ach Gott, es ist so große freud,
wo underthon und obrigkeit
im frieden sein beisamen.

Nach Gottes willen fahr ich hin,
dann Christus ist mein leben
und sterben ist jetzt mein gewinn;
ein beßres würd mir geben
und für ein zeitlich fürstentumb
die ewig freud ich überkomm.
Das walt Gott ewig. Amen!

Blätter für württembergische Kirchengeschichte.
VI. Jahrfgang 1902
Herausgegeben von Friedrich Keidel,
Pfarrer in Degerloch
Stuttgart.
Druck und Verlag von Chr. Scheufele.
Christophstraße 28
Engelhard, Leonhard – Herzog Friederichs von Württemberg Lied.

Engelhard, Leonhard – Herzog Friederichs von Württemberg Lied.

Im Ton: Ich stund an einem morgen.

Das walt Gott under herre,
er geb auch weiter gnad
zu seinem lob und ehre,
der mich erschaffen hat:
geholfen daß ich uberkomm
in dieser zeit auf erden
ein herrlich fürstenthumb.

Gott lob, es sein bestellet
die kirch und schul im land,
wie es Gott wol gefället,
all ding in gutem stand;
der woll uns also gnädig sein,
in guter ruh erhalten
als nach dem willen sein.

Ich bin zum Frid geboren,
der bringt uns hab und gut;
zum fürsten auserkoren,
das macht ein frischen mut.
Gott helf im Frid solch regiment
durch sein gnad erhalten
bis zu eim seligen end.

Blätter für württembergische Kirchengeschichte.
VI. Jahrfgang 1902
Herausgegeben von Friedrich Keidel,
Pfarrer in Degerloch
Stuttgart.
Druck und Verlag von Chr. Scheufele.
Christophstraße 28